"Viele gute Gründe, unseren Wildvögeln zu helfen"

Claudia Rösen

Biologin und Vogelexpertin



Die heimische Vogelwelt erfreut uns mit Ihrem fröhlichen Gezwitscher und das bunte Treiben im Garten ist eine Bereicherung für Jung und Alt. Doch leider finden die Vögel vielerorts immer weniger natürliche Nahrung. Intensive Landwirtschaft, sterile Gartenanlagen und immer weniger naturbelassene Flächen tragen dazu bei.

 

Die gute Nachricht ist: Wir können unseren gefiederten Freunden helfen!

 

Wildblumenwiesen, Naturgärten mit natürlichem Futterangebot, Nistmöglichkeiten und einer reich bestückten Vogelfutterstelle können zum Artenerhalt beitragen. Doch was sollte man dabei beachten? Wir möchten Ihnen einige Tipps zur artgerechten Vogelfütterung mit auf den Weg geben:

  • Um verschiedenen Vogelarten etwas Gutes zu tun, bieten Sie am besten vielfältiges Futter an. Jede Vogelart hat ihre besonderen Vorlieben: Sonnenblumenkerne und Erdnüsse liefern viel Energie und sind beliebt bei Kleibern und Finken. Haferflocken, klein gehackte Erdnüsse und Rosinen sind für Weichfresser wie Rotkehlchen und Amseln ideal. Fettfuttergemische wie Knödel und Co. sind besonders beliebt bei Meisen und Spechten.
  • Ganzjährig, besonders zur Brutzeit brauchen die Vögel Unterstützung. Revierverteidigung, Nestbau und kräftezehrende Jungenaufzucht fordern viel Energie. Auch im Winter bei eiskalten Temperaturen, Frost und Schnee wird viel „Treibstoff“ benötigt. Ein reich gedeckter Futterplatz sorgt für wertvolle Zusatznahrung.
  • Sie können ihr Futter aus unseren Einzelkomponenten selbst mischen oder greifen zu einer bewährten und ausgewogenen Mischung, bei der alle Zutaten von den Vögeln gefressen werden. Schalenloses Futter ist besonders für Balkon- und Terrassenfütterung geeignet, da es keine Verunreinigungen durch Schalen gibt und alles restlos aufgepickt wird.
  • Achten Sie auf hochwertige Futterzutaten. Unser Wildvogelfutter ist gereinigt und auf Ambrosia-Samen kontrolliert. Diese südeuropäische Pflanze kann starke Allergien auslösen, weswegen die Ausbreitung vermieden werden muss. Bei RUDLOFF können Sie sich auf die Auswahl hochwertiger Einzelsaaten sowie schonende Lagerung und Abfüllung verlassen.
  • Futterplätze sollten vor Regen und Schnee geschützt sein und in der Nähe von Fluchtmöglichkeiten wie Bäumen oder Sträuchern liegen.
  • Achten Sie auf Sauberkeit und reinigen Sie die Futterstelle von Schalenresten und Kot. Dies ist wichtig für die Gesundheit der Vögel. Futtersilos sind besonders empfehlenswert, da die Vögel nicht im Futter herumlaufen und dieses beschmutzen.
  • Füttern sie regelmäßig, denn Vögel sind "Gewohnheitstiere". Kommen die Piepmätze vergeblich zum Futterplatz, verschwenden sie ganz unnötig wertvolle Energiereserven.
  • Eigentlich selbstverständlich: Menschliche Essensreste, Salz und Gewürze sind schädlich für Vögel. Brot quillt im Magen der Tiere auf und sollte nicht verfüttert werden.

Bitte denken Sie auch an Ihren Garten!

Gestalten Sie Ihren Garten so naturnah wie möglich. Erhalten Sie Laub, Reisig, Tot- und Altholz und Komposthaufen, denn hier finden Vögel die zur Jungenaufzucht nötigen Insekten.

 

Wenn Sie heimische Wildpflanzen wie Vogel- und Mehlbeere, Weißdorn, Efeu, Waldreben und Heckenrosen pflanzen, ­bieten Sie den Vögeln reichlich natürliche Nahrung und Unterschlupf. Eine ungenutzte Ecke wird durch die Aussaat einer Wildblumenwiese zu einem Mekka für alles, was summt und brummt. Auch Nistkästen und Vogeltränken machen Ihren Garten attraktiv für die Vogelwelt.